Finanziell gut aufgestellt im Ruhestand

Die gesetzliche Rentenversicherung bildet für viele Menschen die Grundlage der Altersvorsorge. Ob die daraus zu erwartenden Leistungen ausreichen, um den gewünschten Lebensstandard im Ruhestand zu finanzieren, hängt jedoch von der persönlichen Erwerbsbiografie, dem Einkommen und den individuellen Ansprüchen ab.

Deshalb kann es sinnvoll sein, die gesetzliche Rente durch eine betriebliche oder private Altersvorsorge zu ergänzen. Welche Form der Vorsorge geeignet ist, lässt sich dabei nicht pauschal beantworten. Entscheidend sind unter anderem Alter, Einkommen, vorhandenes Vermögen, Anlagehorizont, Risikobereitschaft und die gewünschte finanzielle Flexibilität.

Für den langfristigen Vermögensaufbau stehen heute unterschiedliche kapitalmarktorientierte Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu gehören beispielsweise ETF-Sparpläne, ETF-basierte private Rentenversicherungen und staatlich geförderte Formen der Altersvorsorge wie das neue Altersvorsorgedepot.

Dabei sollte nicht allein die mögliche Rendite betrachtet werden. Auch Kosten, Flexibilität, steuerliche Behandlung, Verfügbarkeit des Kapitals und die Möglichkeiten der späteren Auszahlung spielen bei einer langfristigen Altersvorsorge eine wichtige Rolle.

Als Versicherungsmakler unterstütze ich Sie dabei, verschiedene Möglichkeiten der Altersvorsorge miteinander zu vergleichen und eine Lösung zu entwickeln, die zu Ihren persönlichen Zielen und Ihrer finanziellen Situation passt.

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ETF-Sparplan: flexibel Vermögen aufbauen

Mit einem ETF-Sparplan lässt sich regelmäßig und bereits mit vergleichsweise kleinen Beträgen langfristig Vermögen aufbauen. Über breit gestreute ETFs kann in zahlreiche Unternehmen, Branchen und Länder gleichzeitig investiert werden.

Ein wesentlicher Vorteil ist die hohe Flexibilität: Sparraten können verändert oder ausgesetzt werden und das angesparte Vermögen bleibt grundsätzlich verfügbar. Gleichzeitig unterliegt die Anlage den Schwankungen der Kapitalmärkte und bietet keine Garantie für eine bestimmte Wertentwicklung.

Für die Altersvorsorge sind deshalb insbesondere ein ausreichend langer Anlagehorizont, eine breite Streuung und eine zur persönlichen Risikobereitschaft passende Anlagestrategie wichtig.

ETF-Rentenversicherung: Kapitalmarktanlage im Versicherungsmantel

Eine fondsgebundene Rentenversicherung mit ETFs verbindet die langfristige Kapitalanlage mit den Möglichkeiten einer privaten Rentenversicherung. Die Sparbeiträge können dabei in kostengünstige ETFs investiert werden.

Im Unterschied zum normalen ETF-Depot gelten für die Versicherung besondere steuerliche Regelungen. Je nach Vertrag bestehen außerdem Möglichkeiten für Fonds- und Strategiewechsel innerhalb des Versicherungsmantels sowie unterschiedliche Formen der späteren Auszahlung oder Verrentung.

Ob eine ETF-Rentenversicherung gegenüber einem normalen ETF-Sparplan Vorteile bietet, hängt wesentlich von Kosten, Vertragsbedingungen, Laufzeit, Anlagestrategie und der persönlichen steuerlichen Situation ab. Deshalb sollte nicht allein mit möglichen Steuervorteilen geworben, sondern die tatsächliche Wirtschaftlichkeit des Vertrages betrachtet werden.

Altersvorsorgedepot: neue staatlich geförderte Altersvorsorge

Mit der Reform der privaten Altersvorsorge wird das Altersvorsorgedepot als neue Form der staatlich geförderten Altersvorsorge eingeführt. Anders als bei den bisherigen Riester-Produkten soll damit auch eine kapitalmarktorientierte Altersvorsorge ohne Beitragsgarantie ermöglicht werden. Innerhalb des Altersvorsorgedepots können unter anderem Fonds und ETFs genutzt werden.

Der Staat unterstützt den Aufbau der Altersvorsorge durch Zulagen und steuerliche Förderung. Das neue System ersetzt die bisherige Riester-Förderung für Neuverträge und erweitert den Kreis der Förderberechtigten unter anderem auf Selbstständige.

Damit entsteht neben dem klassischen ETF-Sparplan und der ETF-Rentenversicherung eine weitere Möglichkeit, langfristigen Kapitalmarktaufbau mit staatlicher Förderung zu verbinden. Welche Variante im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der persönlichen Situation, den Kosten, der gewünschten Flexibilität und der steuerlichen Behandlung ab.

Basisrente (Rürup-Rente)

Die Basisrente, häufig auch Rürup-Rente genannt, ist eine steuerlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge. Beiträge können innerhalb der gesetzlichen Höchstbeträge steuerlich als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Dadurch kann sie insbesondere bei einer hohen steuerlichen Belastung interessant sein.

Dem steuerlichen Vorteil stehen allerdings deutliche Einschränkungen bei der Flexibilität gegenüber. Das angesparte Kapital ist langfristig gebunden und kann zum Rentenbeginn grundsätzlich nicht vollständig als einmaliger Kapitalbetrag ausgezahlt werden. Die Auszahlung erfolgt als lebenslange Rente, die nach den jeweils geltenden steuerlichen Regelungen zu versteuern ist.

Auch eine Basisrente kann heute fonds- oder ETF-basiert gestaltet werden. Ob die steuerlichen Vorteile die eingeschränkte Verfügbarkeit des Kapitals und die später anfallende Besteuerung aufwiegen, sollte jedoch individuell geprüft werden.

Für mich ist die Basisrente deshalb kein pauschales Standardprodukt für die Altersvorsorge. Sie kann in bestimmten steuerlichen und persönlichen Situationen eine passende Ergänzung sein, sollte aber immer im Vergleich mit flexibleren Alternativen betrachtet werden.

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